Die Patellasehnenbandage in Therapie und Prävention

Patellasehnenbandage

Die Patellasehnenbandage umfasst unmittelbar unterhalb des Knies den oberen Bereich des Unterschenkels. Denn oben am Schienbein setzt die Patellasehne an, die sich um das gesamte Knie herum befindet und beim Strecken des Knies wichtige Aufgaben erfüllt. Der Name bezieht sich auf die Kniescheibe, die Patella, die sich in der Sehne befindet. Der Quadrizeps, ein kräftiger Muskel des Oberschenkels, bewegt diese. Die Patella Bandage drückt auf den Ansatz der Sehne und führt so zu einer Entlastung. Schmerzen in dieser Zone sind vielen Patienten bekannt, und die Bandage führt zu einer deutlichen Linderung.

Die Indikationen für die Bandage

Die Patella Bandage findet ihre Anwendung in der Prävention und auch bei der Therapie von Beschwerden. Beim Joggen etwa treten monotone Belastungen auf, in vielen Ballsportarten kommt es zu häufigem Abbremsen oder Beschleunigen. All diese Bewegungen belasten die Muskulatur, die für die Streckung des Beines verantwortlich ist. Unterhalb der Knie kann die Sehne am Knochen reiben und bei dauernder Beanspruchung Schmerzen hervorrufen. Es kommt zu einer Reizung der Sehnenfasern und leichten Entzündungen oder auch zum sogenannten Springerknie.

Die Bandage kommt zur Anwendung bei Entzündungen der Sehne, auch bei dem sogenannten Patellaspitzensyndrom, darüber hinaus bei einem Knorpelschaden der Kniescheibe oder bei Schmerzen vorne am Knie. Wird die sportliche Aktivität reduziert, kommt es mit der Patella Bandage zum Abheilen der Reizungen. Sind Beschwerden zu erwarten, etwa im Hochleistungssport, oder auch bei bereits vorher diagnostizierten vorderen Knieschmerzen, ist die Bandage zur Prävention anzuraten.

Das Anlegen der Patella Bandage

Der vordere, breite Teil der Bandage ist gepolstert, an seiner Innenseite befinden sich kleine Noppen. Dies ist der funktionelle Teil, der direkt auf der Kniescheibe aufliegen soll, und zwar mit den Noppen direkt auf der Haut. Die leichte Einkerbung in Form eines Halbmonds befindet sich dann am unteren Teil der Kniescheibe. So schmiegt sich die Bandage optimal an und übt etwas Druck von unten aus, um besonders den Knorpel zu entlasten.

Die Befestigung erfolgt mit Hilfe eines schmalen Gurts auf der Unterseite durch deinen Klettverschluss. Bei einem festen Sitz sollte das Tragen der Bandage als angenehm empfunden werden. Bei Bewegungen kommt es zu leichten Massagen der betroffenen Partien.

Die Wirkung auf die Patellasehne

Die Bandage sorgt für Entlastungen der Sehnen, von Knochenansätzen und Knorpelstrukturen des vorderen Knies. Der Druck erfolgt sowohl auf die betroffene Patellasehne wie auf die Kniescheibe, erhöht so die Stabilität des Gelenks und vermindert Bewegungseinschränkungen. Die Noppen auf der Bandage bewirken eine Massage der Sehne und der Muskulatur. Unterhalb des Verbands entsteht Wärme, weshalb Sehnenreizungen und Entzündungen schneller abklingen.

Auch zur Prävention wendet man die Patella Bandage an. Besonders im Sport werden Bewegungen vorsichtiger und vor allem bewusster ausgeführt. So verbessert sich die Stabilisierung des Gelenks, und Verletzungen treten seltener auf. Besonders bei den folgenden Erkrankungen verordnen Orthopäden häufig die Patellasehnenbandage.

Das Patellaspitzensyndrom

Bei Entzündungen und krankhaften Veränderungen der Patellasehne im unteren Bereich der Kniescheibe spricht man vom Patellaspitzensyndrom. Schmerzsyndrome der Patella kommen bei Sportlern häufig vor. Ausgelöst werden sie durch akute Bewegungen oder durch monotone Bewegungen, die man langfristig ausführt. Eine verbreitete Bezeichnung für die Erkrankung ist „Jumper`s Knee“, weil schnelle und häufige Streckungen des Kniegelenks sie begünstigt, was für Hoch- oder Weit-Springer typisch ist.

Sollte der Schmerz schon öfter aufgetreten sein, vielleicht sogar beim Sport regelmäßig zu Einschränkungen führen, müssen die Aktivitäten reduziert werden, damit das Knie geschont wird. Nach Abklingen der Beschwerden empfiehlt sich die Bandage als Maßnahme der Prävention, um ein erneutes Auftreten der Beschwerden nachhaltig zu verhindern.

Die Patellasehnenreizung

Wenn immer wieder Schmerzen unterhalb der Kniescheibe auftreten, handelt es sich um eine Patellasehnenreizung, die eine Vorstufe des Patellaspitzensyndrome darstellt. Die Bandage ist dann besonders angezeigt, weil sie die Sehne entlasten kann, Reizungen langfristig mindert, die Symptomatik verbessert sowie die Eigenwahrnehmung des Betroffenen stärkt. Der Sportler wird so für seine Erkrankung sensibilisiert und führt belastende Bewegungen seltener oder behutsamer aus. Besonders bei professionellen Athleten spielt die Bandage deshalb eine wichtige Rolle bei der Prävention.

Morbus Osgood-Schlatter

Vor allem bei Überbelastungen kommt Morbus Osgood-Schlatter vor. Als Folge der Erkrankung sterben Teile des befallenen Schienbeinkopfs ab. Diese Nekrose einzelner Knochenstücke findet sich typischerweise besonders bei Kindern und Jugendlichen. Nach sportlichen Aktivitäten entstehen Schmerzen am Schienbeinkopf als wesentliches Symptom der Krankheit.

Primär rät der Orthopäde, die auslösenden sportlichen Aktivitäten vorübergehend zu unterlassen. Mit der Patellasehnenbandage wird der Heilungsprozess unterstützt, der leichte Druck auf die betroffene Stelle lindert die Symptome.

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